Die Grundlagen der Elektroakupunktur nach Voll, mit vielen praktischen Anleitungen und Erfahrungen schildert der Autor des Buches Mesenchymreaktivierung und Allergie im folgenden Text. Gezielte Beseitigung der Krankheitsursachen wird damit ermöglicht.
EAV Mesenchymreaktivierung mit Elektroakupunktur nach Voll

Theorie und Praxis Dr. med. Gerhard Meyer 1914 -1998

Verschlackung des weichen Bindegewebes – chronische Krankheit
Da das Mesenchym ein vielschichtiges Gewebe ist, mit vielerlei Aufgaben, muss man sich zunächst klar werden, um was es sich handelt, was wir aktivieren wollen, und was bedingt, dass dieses Mesenchym offenbar so außerordentlich aktiv ist.
Entwicklungsgeschichtlich ist das Mesenchym jene Schicht, die sich zwischen Ektoderm und Entoderm geschoben hat und während der Embryonalzeit mittels der sogenannten Mesenchymkeime die unterschiedlichsten Gewebe aufbaut. Zu diesen Geweben, die sich hier entwickeln, gehören die verschiedensten Stütz- und Bindegewebe, die Gefäße, das Blut, die glatte Muskulatur, das Knochenmark, die lymphatischen Gewebe und differenzierte Organe. Uns interessiert von all diesen Gewebsformationen zunächst das weiche Bindegewebe. Es ist relativ zellreich und bildet die Basis für die Grundregulation nach Pischinger. Von und zu diesem weichen Bindegewebe bestehen vielerlei Verbindungen zum Kreislauf, zum Lymphsystem und Nervensystem.
Das bedeutet, dass das weiche Bindegewebe von allen diesen Faktoren beeinflusst werden kann. Das bedeutet aber auch, dass das weiche Bindegewebe nicht nur Füllmaterial ist, also das sogenannte Interstitium darstellt oder als passives Transportsystem, die sogenannte Transitstrecke, in Erscheinung tritt, sondern dass erhebliche Stoffwechselaufgaben von diesem weichen Bindegewebe übernommen werden. Eine besonders wichtige Aufgabe ist die Bildung und Erhaltung der Körperflüssigkeiten, also von Blut und Lymphe, sowie die Reinigung der Körpersäfte im Lymphsystem. Dies ist möglich, weil die Blut- und Lymphgefäße ausnahmslos von dem weichen Stützgewebe begleitet und durchdrungen werden.
Damit steht das weiche Bindegewebe aber mit allen anderen Organen des Körpers in Verbindung. Eine weitere Aufgabe des weichen Bindegewebe ist die Phagozytose. Zu diesem Zweck werden die Zellen als Histiozyten aus dem Reticulum entlassen. Diese Histiozyten beteiligen sich aber auch am Transport von Nahrungs- und Abfallstoffen und somit am inneren Stoffwechsel.
Während die Physiologie wenig von den wesentlichen Funktionen des weichen Bindegewebes zu berichten weiß, weist die Pathologie auf die unterschiedlichsten Veränderungen des Bindegewebes bei Krankheiten hin. Diese Veränderungen im Bindegewebe sind aber nur möglich, weil die Kapillarmembran als eine endotheliale Begrenzungsschicht des Bindegewebes aufzufassen ist und die Ernährung des Parenchyms als eine sekretorische Leistung der flüssigen Elemente. Die Blutkapillaren sind dabei scharf vom weichen Bindegewebe abgesetzt und erreichen nirgends in irgend einer Weise die Parenchymzelle. Im weichen Bindegewebe beginnen blind die Lymphgefäße. Sie übernehmen aus dem Interstitium nach Bedarf die Flüssigkeit, die mit den Stoffwechselprodukten der Parenchymzelle beladen ist, um sie zu den Lymphknoten oder zur Leber zu transportieren. Mit anderen Worten: das embryonale oder weiche Bindegewebe ist der wichtige Ort für die Aufnahme der Stoffwechselprodukte und aller Schadstoffe, die im jeweiligen Bereich anfallen.
Die Zellen des Reticulums können aus ihrem Verband entlassen werden und phagozytieren. Sie bilden die Histiozyten. Man spricht daher vom reticulo-endothelialem System bzw. reticulo-hystiozytären System, kurz RES oder RHS. Dieses RES ist ubiquitär, also in allen Organen zu finden. Das einzige Organ, das schwer in dieses System einzuordnen ist, ist die Cornea des Auges. Der Struktur nach ist es ein straffes geformtes Gewebe, aber ohne Gefäße, dennoch reichlich mit Nerven versorgt. Es handelt sich also um eine spezifische Anpassung an die Funktion.
Das RES bzw. RHS hat drei Grundelemente:
  1. die Bindegewebszellen
  2. die vegetativ-nervöse Endstrecke und
  3. die Kapillaren mit dem gemeinsamen Wirkfeld der
Vegetative Nerven wie Kapillaren haben nirgends in diesem System einen unmittelbaren Funktionskontakt zu spezifischen Organen, zur Parenchymzelle.
Elektronenmikroskopisch konnte nachgewiesen werden, dass allenthalben in den Organen, aber auch bei den feinen Nervenfasern der Zahnpulpa diese feinen Endfasern zur Peripherie hin nicht mehr vom Perineurium umschichtet sind. Dadurch tritt die Nervenfaser in einen ganz engen Kontakt zur Umgebung, d.h. zur interstitiellen Flüssigkeit. Es gibt hier also keine Synapsen. Als Transmitter der Erregung dient das Noradrenalin bzw. Acetylcholin. Der Transport der interstitiellen Flüssigkeit,
es handelt sich um ca. 16 – 18 Ltr., wird ganz wesentlich durch die aktive körperliche Bewegung bewerkstelligt. Man kann also zusammenfassend sagen:
Das Mesenchym bzw. RES, also das Interstitium, arbeitet mittels der Bindegewebszellen, der Permeabilität der Kapillaren und der Innervation der neuro-vegetativen Endfaser, als dem primären Steuerungsorgan. Auf diese Weise ist die örtliche Funktion aller Parenchymzellen sichergestellt. übergeordnet ist das Zwischenhirn mit Thalamus und Hypothalamus. Dieses Grundsystem ist in allen Gewebs- und Organbereichen des Körpers in dieser Weise aufgebaut. Im cerebralen Bereich übernehmen die weichen Hirnhäute die Funktion des Grundsystems. Dieses weiche Bindegewebe, das sich in und zwischen alle Organe schiebt, steht untereinander in Verbindung, gegeben durch die Gefäß- und Nervenscheiden. Dadurch wird die topische und funktionelle Einheit gewahrt.
Die interstitielle Flüssigkeit ist in ihrem liquiden Verhalten abhängig von Biokolloiden, Osmose, Ionengehalt, dem pH, also von der sogenannten Feldladung des Milieus und den Redoxvorgängen. Durch die wechselnden Faktoren kann es zur
Gelbildung
kommen, was vermutlich die sogenannten Gelosen im Gewebe ausmacht. Es gibt Autoren, die in diesem Zusammenhang von einer Albuminurie ins Gewebe sprechen, denn normale Lymphe ist eiweißfrei. Sie enthält weder Granulozyten noch Erythrozyten. Sie ist arm an Monozyten aber reich an Lymphozyten.
In diesem System spielt die Leukolyse auch Leukozytolyse genannt eine wesentliche Rolle. Pischinger konnte beobachten, dass schon allein durch den Nadelstich, wie er bei jeder Injektion oder Akupunktur gesetzt wird, die Leukozytenzahlen sich verändern, Es kommt primär zu einer Verminderung der Leukozyten, die seiner Meinung nach darauf beruht, dass eine unterschiedliche Menge von Leukozyten zerfallen. Dabei wird ein Stoff frei, den er als Faktor M bezeichnet und im Präparat ELPIMED enthalten ist. Dieser Faktor M ist notwendig, um gewisse Schocksituationen zu überwinden. Dieser Faktor M lässt den Blutcalciumspiegel ansteigen, was die Voraussetzung für die überwindung der Schocksituation ist. Dies gelingt aber nur bei intakten RES. Eine normale Lungen-Röntgenkontrolle belastet dieses RES, wenn auch kurzfristig, so stark, dass es zu einem Abfall des Calciumspiegels im Blut kommt. Bei jeder Tumorbestrahlung, bei der wesentlich höhere Röntgendosen verabfolgt werden, treten diese Belastungen noch stärker auf, wodurch das vorgeschädigte RES weiter belastet wird.
Regulation des RES
Außer dem Faktor M sind natürlich noch andere Faktoren wie Katalysatoren, Sulfhydrilgruppen, die H – OH-Gruppen bzw. Antagonisten wie Kalium – Calcium bei den Regulationen im RES wirksam. Hierbei werden bioelektrische Ströme wirksam, die messbar sind. Dies macht sich die EAV zu Nutze, indem die Potentialdifferenzen mit Nosoden, potenzierten Organpräparaten und sonstigen potenzierten homöopathischen Zubereitungen ausgeglichen werden.
Testbedingungen bei der EAV
Bei der Arbeit ist aber zu berücksichtigen, dass die allgemeinen klimatischen Verhältnisse eine gewisse Rolle spielen. Wichtiger aber als diese, da sie nicht beeinflussbar sind, ist die Beschaffenheit der Haut, das Material und die Größe der verwendeten Elektroden. Andererseits ist der Druck der aufgesetzten Elektrode von Wichtigkeit. Um gleiche und vergleichbare Resultate bei der Messung zu erzielen, arbeite ich bei der Untersuchung für die Mesenchymreaktivierung mit Fußelektroden, auf die der Patient während der Messung seine Füße stellt.
Der Vorteil liegt meines Erachtens darin, dass der Patient beide Hände frei hat und die Füße auf den vorgewärmten Elektroden stehen.
Probleme, die bei der Mesenchymreaktivierung ganz wesentlich zu berücksichtigen sind, sind das Herdstörfeldgeschehen und die allergische Reaktion und in diesem Rahmen besonders die Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Das Herdgeschehen ( das Störfeld)
führt zu einer einseitigen signifikanten Belastung des Bindegewebes mit ebenso unterschiedlichen Differenzen der Leukozytenzahlen zwischen linker und rechter Körperseite. Der Grund liegt in der seitendifferenten Durchströmung der Endstrombahn. Im Mittelpunkt dieser Strombahnveränderung steht die arterio-venöse Anastomose. Diese Seitendifferenzen beim Herdgeschehen sind auch mittels der Thermoregulation nach Schwamm zu verifizieren, wie sie sich auch in den Blutdruckdifferenzen zwischen rechtem und linkem Arm manifestieren. Diese Seitendifferenzen sind bei der
EAV-Quadrantenmessung
deutlich sichtbar durch Erhöhung der Potentiale auf der beherdeten Seite. Voraussetzung ist allerdings, dass der Patient sich in der sympathikotonen Phase befindet, d.h., dass die Potentiale über "80" liegen müssen, gemessen an einem Standard – EAV- Meßgerät mittels Messingelektroden.
Beim Herd- bzw. Störfeldgeschehen handelt es sich um ein oder mehrere chronisch veränderte Gewebsbezirke, in die ein z.Zt. nicht abbaubares Material eingelagert ist. Von diesem Bezirk können früher oder später Fernwirkungen ausgehen, die zu Teil- oder Allgemeinstörungen Anlass geben. Jeder Herd bzw. jedes Störfeld liegt aber im weichen Grundgewebe, dem Träger der unspezifischen Abwehrreaktion.
Die Ausbreitung der Irritation von einem umschriebenen Bezirk kann aber nur reflektorisch über das Grundsystem gehen, also die extrazelluläre Flüssigkeit, die Adventitia der Kapillaren und die Axionen der vegetativen Nerven-Endfaser. Dabei ist nochmals zu betonen, dass die eigentliche Parenchymzelle mit diesem Grundsystem nur über die extrazelluläre Flüssigkeit verbunden ist. Dabei reagieren im allgemeinen stets alle drei Faktoren des Grundsystems gemeinsam. Nur die Cornea des Auges macht darin eine Ausnahme, da sie keine Kapillaren hat, weder für das Blut noch für die Lymphe.
Störfeld Darm
Ein Störfeld besonderer Art ist der Verdauungstrakt. Die Mucosa und die Submucosa haben ein lymphoreticuläres Bindegewebe mit Kapillaren, der nervösen Endstrecke und extrazellulärer Lymphflüssigkeit. Dieses System wird täglich durch die zugeführten Speisen und Getränke, Drogen und sonstige Fremdstoffe belastet. Die Speisen müssen dabei aufgespalten und das Eiweiß sollte bis zu den Aminosäuren abgebaut werden, um resorbiert werden zu können, damit die Resorption physiologisch ablaufen kann. Durch Schädigungen in der Mucosa kommt es aber zu teilweiser
Persorption, d.h., dass mehr oder weniger große Peptidgruppen die Darmwand passieren, die durch Antikörper abgefangen werden müssen. Auf diese Art entsteht entweder Immunität oder aber eine allergische Reaktion gegenüber diesen Peptidgruppen. In diesem Sinne ist die Nahrungsmittelunverträglichkeit zu verstehen. Als weitere Reaktionen sind zu nennen das allergische Ekzem, das allergische Asthma und im Extremfall die Neurodermitis.
Der Verdauungstrakt als Störfeld spielt meines Erachtens schon deshalb eine wesentliche Rolle, weil der Darm des Säuglings erst nach dem 6. Lebensmonat voll funktionsfähig ist. Da aber in den seltensten Fällen ein Säugling diese Zeit über voll gestillt wird, erhält er eine Fremdkost zugeführt, die für den Darm zu dieser Zeit nicht absolut adäquat ist. Die Folge sind häufig dyspeptische Stühle in dieser Zeit. Zugefüttert werden im allgemeinen Weizenpräparate und verdünnte Kuhmilch. Daraus erklärt sich auch, dass Weizen und Kuhmilch die häufigsten Nahrungsmittelallergene sind. Der Weizen mit mehr als 80% und die Kuhmilch mit mehr als 50%.
Mit der Dyspepsie des Säuglings, also dem Störfeld Dickdarm eng im Zusammenhang stehen die Zähne 6, 7 im Unterkiefer und 4, 5 im Oberkiefer, die zu dieser Zeit angelegt werden und daher später so häufig kariös werden.
Neurodermitis - Ekzem
Ich konnte bei einem Säugling von 6 Monaten folgendes beobachten:
Das Kind hatte dyspeptische Stühle, ein Analekzem und ein Ekzem der Ellenbeugen. Das Ekzem war von einem Pädiater als Mykose diagnostiziert worden und war entsprechend therapieresistent. Die Testung klärte schnell den wahren Sachverhalt, nämlich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Weizen und Milch. Durch Kostumstellung war dann innerhalb weniger Wochen das Ekzem abgeklungen. Die zwischenzeitlich aufgetretene Tonsillitis und Otitis media waren mittels weniger Nosoden mit entsprechender Begleittherapie per os gegeben, in kurzer Zeit ausgeheilt.
Tonsillen, Nasennebenhöhlen
Wie an dieser Schilderung ersichtlich, spielt im Säuglingsalter das Störfeld Darm schon eine erhebliche Rolle. Diesem riesigen Areal gesellen sich Rachenmandeln, Tonsillen und Mittelohr häufig dazu, nehmen unter Umständen Herdcharakter an, weil schleichende Entzündungen besonders in den Processus mastoideus hineinwandern. Zufolge des besonderen Lymphabflusses aus diesem Gebiet zum Sinus cavernosus hin ist auch die spätere Belastung des Sinus sphenoidalis zu verstehen. Verständlich ist auch, dass ein- oder beiderseitige Schwerhörigkeit, je nach Lage des Falles resultieren kann.
Beim Kleinkind spielen die chronischen Nebenhöhlenerkrankungen mit ewiger Rotznase und rezidivierender Bronchitis eine Rolle. Aber auch hier haben wir die Störfeldbeziehung Dickdarm – Sinus ethmoidalis – Lunge. Diese Kinder sind mit ihrer lymphatischen Diathese und exsudativen Konstitution leicht zu erkennen. Wir sollten sie mit Calcium carbonicum stabilisieren, z.Zt. der Pupertät eventuell mit Calcium phosphoricum.
Die Erkrankung der vorderen Siebbeinzellen führt gelegentlich zu Lidödem mit Druckempfindlichkeit des inneren Augenwinkels. Die hinteren Siebbeinzellen belasten unter Umständen die Keilbeinhöhle mit unerträglichen Kopfschmerzen besonders im Occipitalbereich und Streuwirkung zum Mastoid.
Da die Rachenmandeln, die Stirnhöhle und zufolge ihres Messpunktes auch die Keilbeinhöhle Beziehung zur Niere hat, sind Erkrankungen der Niere mit Pyelitis oder Pyelonephritis als Herdgeschehen im Bereich der Möglichkeit und machen eine absolute Herdsanierung erforderlich. Im Zahnbereich gehören die Frontzähne 1, 2 im Unter- und Oberkiefer in diesen Reaktionsbereich.
In der Pupertät oder wenig später auftretende Krämpfe können mit impaktierten Weißheitszähnen im Oberkiefer im Zusammenhang stehen. Voll berichtet in seinem Buch: "Kopfherde" über einen entsprechenden Fall. Dies macht deutlich, dass die oberen Achter mit der Psyche in Verbindung stehen. Eine andere Verbindung dieses Odontons zielt zum Herzen und Dünndarm, während die unteren Achter Beziehung zur Niere haben. Zur Beziehung Herz – Dünndarm folgender Hinweis:
Ein Patient hatte, trotz Mesenchymreaktivierung immer wieder Herzattacken nach einem überstandenen Herzinfarkt. Die Quadrantenmessung Hand – Fuß links hatte den höchsten Wert. Nach Ausgleich des Duodenums links mit der Nos. Meckelscher Divertikel senkte sich der KMP Herz links prompt auf „50“. Um das Störfeld Meckelscher Divertikel zu sanieren ist es zwingend notwenig die Darmflora zu unterstützen und, da auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorlag, die dringende Ermahnung, die Unverträglichkeiten weitgehend zu meiden.
Wie sind diese Herd-Fernwirkungen zu erklären?
Eingangs haben wir gehört, dass das Herdgeschehen sich im weichen Bindegewebe, dem Regulations-Grundsystem nach Pischinger abspielt. Da die Parenchymzelle in keinerlei unmittelbarer Beziehung zu den Nerven, Kapillaren oder Bindegewebsfasern steht, müssen alle Irritationen primär auf die extrazelluläre Flüssigkeit einwirken. Die entzündlichen Veränderungen führen dann zu einem Lymphangiospasmus, um Schadstoffe zunächst in der entsprechenden Lymphregion abzufangen und zu neutralisieren. Gelingt dies nicht, werden weitere Lymphregionen belastet. Es wird verständlich, dass in der Folge Durchblutungsstörungen oder nervale Irritationen hinzukommen, wodurch umschriebene oder allgemeine Fernwirkungen zustande kommen.
Tumorentwicklung
Auch das Krebsgeschehen wird unter dieser Betrachtungsweise verständlicher. Auch hier dürfte primär ein mehr oder weniger ausgedehntes Herdgeschehen vorliegen. Dazu kommt meist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit mit den geschilderten Folgen. Das Grundregulationssystem ist unter solchen Bedingungen überfordert und bricht eines Tages zusammen. Die Leukolyse ist beim Krebskranken ganz erheblich vermindert, teilweise aufgehoben. Dadurch können Stresssituationen, wie geschildert, nicht mehr abgefangen werden. Der Blut-Calcium-Spiegel vermindert sich. Andererseits helfen gewisse Steriode, wie das Thymosterin und Tumosteron, notwendig und körpereigen, um Krebszellen im Körper zu erkennen und zu vernichten. Insofern sind die Leukozyten, T-Lymphozyten, Monozyten und Makrophagen von besonderer Wichtigkeit für die Bildung des bereits erwähnten Faktor M.
Mit dem Cacium-Verlust verliert die Zelle die Kondensator-Funktion, d.h. das elektrische Potential bricht zusammen, was wir von unseren Messungen her wissen. Mit dem Verlust des Calciums steigt der Zellgehalt an Natrium an, was die Depolisarisation steigert. Außerdem steigt das pH des Blutes, normal 7,2 bis 7,4, erheblich an. Ein sogenanntes Krebsüberwachungs-Steroid DHEA stammt aus der Nebenniere. DHEA steht für Dehydroepiandrosteron. Das DHEA soll einen Lähmungseffekt auf den Stoffwechsel der Krebszelle haben und den von der Krebszelle ausgehenden Metastasen. Diese Metastasen sind aber angeblich keine echten Tumorzellen, sondern Gebilde der Krebszelle, die vornämlich aus Lipoidstoffen und wenig Kernsäuren bestehen. Sie sollen sich in der Blutbahn vermehren und dringen auch in die Erythrozyten ein und setzen sich in Organzellen fest. Zum anderen muss das DHEA durch den Thymus bzw. die Zirbeldrüse in der Funktion aktiviert werden. Die letzten Angaben stammen von Hans A. Nieper, aus seinem Buch: Revolution in Technik, Medizin, Gesellschaft.
Intensität und Behandlungsdauer
Wir haben gehört, dass das Herd- Störfeldgeschehen, die Allergie und das Krebsgeschehen sehr häufig miteinander vergesellschaftet sind und primär sich die Störaktionen im Grundregulationssystem abspielen, also im Mesenchym. Die logische Folgerung ist, soweit überhaupt möglich, alle Herde aufzusuchen und zu eliminieren. Zur anschließenden Therapie aber eine Warnung voraus: Sollte das Immunsystem sehr stark belastet sein, muss man sehr vorsichtig zu Werke gehen, um weitere Schäden zu vermeiden, damit das Immunsystem nicht zusammenbricht, d.h. weitere Blockierungen die folge sind.
Ferner ist der Patient darauf hinzuweisen, dass nur mit einer Mesenchymreaktivierungskur häufig kaum etwas getan ist. Er muss also auch Zeit und Geduld haben, um aus seiner Misere wieder herauszukommen.
Voruntersuchungen
Zu Anfang ist eine allgemeine internistische Untersuchung und Inspektion der Mundhöhle mit Strommessung unerlässlich. Der Patient muss sich bei mir völlig entkleiden, um den Körper vollkommen zu erfassen: Ein Blutbild, eine Blutsenkungsreaktion (BSR), Harnkontrolle und Blutzuckerbestimmung sollten auf jeden Fall dazugehören. Zumeist mache ich auch noch ein Thermogramm.
Untersuchung mit Elektroakupunktur nach Voll
Als Arbeitsbogen habe ich eine Zusammenstellung aller Organbereiche. Auf Grund der Gruppenbildung können die jeweiligen zugehörigen Tonsillen und Nebenhöhlen nicht übersehen werden und für den Anfänger ist der Arbeitsbogen sicherlich hilfreich.
Nach Messung der Quadranten, der Kontrollmesspunkte (KMP) an Händen und Füßen, sowie der wichtigsten Stirnmesspunkte kann man sehr schnell die Schwerpunkte der Organbelastung erkennen. Da ich mit dem EAV- Meßgerät angekoppelt den Analysator mit Drucker habe, werden alle gemessenen Werte ausgedruckt und auf meinen Arbeitsbogen übertragen.
Allgemeine Meßwerterhöhung
Liegen alle Kontrollmesspunktwerte der Hände hoch über "80", teilweise sogar etwas über "90" und zeigen die Organ-Meridianmesspunkte dabei einen mäßigen Zeigerabfall, so kann mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer allergischen Reaktion gerechnet werden, denn diese macht eine sogenannte horizontale Wertsteigerung. Das Herdgeschehen hingegen macht eine vertikale Wertsteigerung mit ebenfalls entsprechenden Zeigerabfällen an den Organmeridianen.
Vermutet man ein allergisches Geschehen, dann sollte man am Allergiegefäß MP 1 immer zuerst Farina tritici vulgaris, den Weizen ansetzen, um zu sehen ob man zu einem Ausgleich kommt auf "50". Gerade bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit kann anfangs eine relativ große Zahl an Nahrungsmitteln nicht vertragen werden.
 
Zu testen haben wir mit den Nahrungsmittel-Allergenen von Apotheker Kern ca. 120 Allergene. Hier handelt es sich um homöopathische Zubereitungen von diversen Nahrungsmitteln, die von der Central-Apotheke Bühl, Apotheker Manfred Kern, in 7580 Bühl, vertrieben werden.
 
Am MP Allergie 2 und 3 können vornehmlich Pollen und sonstige Inhalationsallergene gefunden werden.
Da die Allergene aller Art auch an Knochen, Gelenken, Lunge, Haut und allen sonstigen Organen stören können, kontrolliert man zweckmäßiger Weise noch am Hautgefäß den MP 1-2, um zu wissen, ob auch die Haut mit allergisch reagiert. ähnliches gilt für das Gelenk-Deg.-Gefäß MP 1-1. Das Gelenk- Deg.-Gefäß zeigt fokaltoxische Belastungen an, die tonsillogen, odontogen, sinusidal oder otogen bedingt sein können. Der MP 1a Gelenk-Deg.-Gefäß zeigt allergische Belastungen der Gelenke an. Hat man alle erforderlichen Allergene herausgefunden, gehen viele Organ-MP schon weit zurück, müssen aber noch entsprechend ausgeglichen werden.
Herdbelastungen ( Störfelder )erkennt man natürlich mit aus den Quadrantenmessungen – der höchste Wert – und kontrolliert außerdem MP Milz 1 und 2 sowie Milz 4. Dabei zeigt an:
  • Milz 1: weiße Pulpa, Belastung im ob. Körperabschnitt
  • Milz 2: weiße Pulpa, Belastung im unt. Körperabschnitt
  • Milz 4: Belastungen des RES in der Milz, wie im ganzen Körper.
Diese Werte haben oftmals auch Hochstand mit Zeigerabfall. Demzufolge muß man gedanklich kombinieren: welche Klagen erwähnte der Patient, wo waren die höchsten KMP-Werte bzw. Zeigerabfälle. Um schnell zum Ziel zu kommen, nehme ich der Einfachheit halber das potenzierte Organpräparat der Firma Wala, von dem ich annehme, dass dort die Beherdung liegt. Wenn die überlegung stimmt, geht zumeist der gemessene Wert von Milz 1 oder 2 auf „50“ zurück oder nähert sich zumindest diesem Wert, denn es könnte noch ein weiteres Herdgeschehen im gleichen Bereich vorhanden sein. Anschließend gehe ich dann zum entsprechenden Organ-KMP, um diesen nun auszugleichen.
Sind die Herdbelastungen ausgeglichen, sollten auf jeden Fall die Allergene abgeklärt werden. Dieser Punkt ist so wichtig, da
  1. die Pädiater mit da. 20% Nahrungsmittelnunverträglichkeiten bei den Kindern rechnen und
  2. ganz allgemein die Allergien zunehmen.( Anm.d.R.: über 30 %)
Der Einsatz der potenzierten Wala-Organpräparate hat den Vorteil, dass man erkennen kann, ob sich degenerative Prozesse anbahnen. Wenn z. B. am Dickdarm-Meridian Colon D3 oder D4 und Colon ansa dist. D3, D4 untergebracht werden kann, sollte das uns zwingend veranlassen jeden einzelnen MP mit den Degenerations-Nosoden (Deg.-Nos.) Coecum, Colon ascendens, Colon-Flexur re. (gilt auch für links), Colon transversum, Colon descendens und Rectum-Sigmoidea bzw. Rectum in den passenden Potenzen auszugleichen. Da die MP für Anus, Analkanal und Rectum auf dem Nieren-Meridian liegen, muss hier ebenfalls kontrolliert werden und zwar sowohl links wie rechts. Dies ist notwendig, da die Belastungen ja unter Umständen auch fast nur einseitig sein können.
ähnlich sollte man beim Meridian Magen bzw. Dünndarm verfahren, dort besonders die Abschnitte für das Duodenum kontrollieren.
Da das Rectum-Carcinom sehr frühzeitig metastasiert und zwar zur Leber, sollte man bei der Leber die Nos. Metastasen Leber von Rectum-Carcinom versuchen unterzubringen. Dies gelingt besonders am MP Vena portae (Leber 2b) bzw. Vena hepatici (Leber 1c). Dass die Lebermesspunkte alle und damit im Zusammenhang die Gallenmesspunkte abgeglichen werden müssen, sollte selbstverständlich sein, denn die Leber muss ja entgiften können.
Bei allen Nahrungsmittelunverträglichkeiten liegt zugleich auch eine
Pankreasfermentschwäche vor. Infolgedessen sollten auch diese Messpunkte von eventuellen Belastungen befreit werden.
Cholesterin, Harnsäure
Mit den Nosoden Acidum uricum bzw. Cholesterin kann an zugleich schätzen, wie hoch der Harnsäurewerten im Blut 3 bis 4 Amp. Acidum uricum D6 zum Ausgleich am MP Pancreas 2 erforderlich sind, was einem annähernden Harnsäurespiegle von 10-12 mg% entspricht. Diese Differenz ergibt sich aus der Tatsache, dass labormäßig nur die im Blut gelöste Menge erfasst werden kann, während wir auch die Mengen erfassen, die in Gelenken oder sonst im Gewebe abgelagert sind. Bei der Nos. Cholesterin D6 entsprechen 2 Amp. und dazu 1 Amp. D8 etwa einer Cholesterinmenge von 200 mg%.
Bei der Messung am Nieren-Meridian sollte man bei MP Niere 1 = Nierenbecken und Niere 2 = pyelorenales Gebiet stets an die Nos. Calculi renalis denken und an den Douglaas´schen Raum: Ni 6c. Der Douglas´sche Raum, als tiefster Punkt des Beckens ist der Schlammfänger im Körper. Alle Messpunkte im Beckenbereich, dazu der Dickdarm und Magen mit den entsprechenden Messpunkten sollten immer Anlass geben an die Praecancerosen zu denken und diese mit den zugehörigen Degenerations-Nosoden ausgleichen.
Nosoden, Lymphmittel
Zu allen Nosoden gehören aber stets Lymphmittel und dort, wo ein geschwächtes Organ vorliegt, auch noch das Wala-Organpräparat in passender Potenz. Bei den Praecancerosen und erst recht bei den Cancerosen gehören außerdem die Viscumpräparate, die Chinone und auch noch der Zitronensäurezyklus mit seinen unterschiedlichen Säuren und Potenzen dazu. Die Kombinationspackung des Zitronensäure-Zyklus der Firma Heel passt bei weitem nicht immer.
Der Meridian für Kreislauf (KS) und der endokrine Meridian (3E) sowie das Nervendegenerationsgefäß sollten regelmäßig mit ausgeglichen werden; denn eine Mesenchymreaktivierungskur kann nur erfolgreich werden, wenn die nervalen, hormonellen und zirkulatorischen Verhältnisse ins Gleichgewicht gebracht werden. Dies gilt ganz besonders auch für jede Krebs-Vor- und Nachsorge. Zu dieser gehört natürlich noch mehr, worüber noch zu sprechen sein wird.
Noch ein paar klärende Worte zu den sogenannten Degenerationsgefäßen:
Organ-Degeneration, bindegewebige Degeneration und fettige Degenerationn. Ich fasse die Messwerte an diesen Gefäßen als Hinweis auf, denn der KMP dieser Gefäße kommt erst auf „50“, wie bei allen anderen Meridianen, wenn wir die Störfaktoren erfasst haben. Bei allen Gelenkerkrankungen ist natürlich das Gelenkdegenerationsgefäß von Wichtigkeit. Dazu gehören dann aber auch die speziellen Messpunkte am Gelenk selbst. Hier am Gelenk lasse ich mich bei der Findung der Nosoden vornämlich vom Meridian lenken, auf dem der MP liegt.
Häufigste Störfelder
Denken Sie bei der Herdsanierung stets zunächst an die 5 Nebenhöhlen und 5 Tonsillen, sowie an die Zähne.
Da der MP für den Sinus sphenoidalis auf dem Sekundärgefäß zwischen Dickdarm 20 und Blase 2 (MP f. Sin. Frontalis) liegt, bestehen Beziehungen sowohl zum Dickdarm und dem urologischen wie genitalen Bereich. Andererseits gehört die Keilbeinhöhle zum Organpaar Leber – Galle.
Der Sinus cavernosus, dessen MP kein klassischer Akupunkturpunkt ist, liegt in Höhe des Brillensteges rechts und links an der Nase, ist von besonderer Bedeutung für das Herdgeschehen im cerebralen Bereich, bedingt durch die anatomischen Verhältnisse der Region. Zunächst handelt es sich um einen venösen Sinus, beiderseits der Keilbeinhöhle gelegen und lateral des Türkensattels. Mitten durch den Sinus zieht die Art. Carotis interna und dazu gesellt sich der sympathische Plexus carotis internus und der Nervus ophthalmicus ganz in der Nähe mit verlaufen und durch entzündliche Veränderungen in diesem Bereich sehr schnell mit irritiert werden. Zudem nimmt der Sinus cavernosus das venöse Blut der Vena ophthalmica auf und über Seitenäste das venöse Blut der Nasenvenen. Andererseits wird ein Teil des Lymphabflusses vom Processus mastoideus nach hier gegeben. Wenn man nun noch bedenkt, dass die weichen Hirnhäute im cerebralen Bereich als das Grundregulationssystem nach Pischinger aufzufassen sind, dann wird verständlich, dass auch dem Sinus cavernosus erhebliche Beachtung zu zollen ist.
Abdomoinal-Störfelder
Bei den Störfeldern im Bauchraum muss man an die chronische Appendicitis denken und Jahre später, nach erfolgter Appendektomie oder sonstiger Bauchoperationen, an eine Reizung des Peritonaeums, ferner an Divertikel des Dünn- und Dickdarms, an das biliäre sowie das urogenitale Störfeld mit Prostatitis bzw. Adnexitis und dem Douglas´schen Raum. Wichtige Wechselbeziehungen der Zähne bestehen zu den endokrinen Drüsen:
 
21  12  Epiphyse
21  12  Nebenniere
43  34  Hypophysenhinterlappen
43  34  männl./weibl. Keimdrüsen
15  25  Thymusdrüse
45  35  lymphatisches System
17,16  26,27  Mammadrüse, evtl. Knotenbildung
45,44  34,35
18,  28  Hypophysenvorderlappen
49  Odonton 39 Lymphgefäße, Glandula parathyreoidea, Gl. thyreoida, Thymus, Mamma
 
 
Vor- und Nachsorge zum Krebsgeschehen
 
Da beim Krebsgeschehen ganz wesentlich das Herd- Störfeldgeschehen im Vordergrund steht, muss dieses absolut bereinigt werden. Andererseits habe ich unter meinen Praecancerosen wie auch Krebskranken nicht einen Patienten, der keine Nahrungsmittelunverträglichkeit hätte. Es gehört also ebenfalls auch die Erfassung dieses Faktors dazu. Erschrecken Sie nicht, wenn Sie bei der ersten Allergensuche 20 oder gar mehr Unverträglichkeiten finden. Das ist nur aus der Irritation des Darmes zu verstehen. In dem Maß, wie der Darm sich bessert, gehen auch Unverträglichkeiten zurück. Und halten Sie den Patienten bei der Stange, dass er die entsprechenden Nahrungsmittel meidet, auch wenn er meint, dass er verhungern müsste, weil angeblich nichts übrig bleibt, was essbar wäre. Das setzt aber voraus, dass wir uns selbst ernsthaft mit Ernährungsproblemen auseinandersetzen müssen. Wir müssen Ersatzlösungen anbieten können. Wenn z.B. Weizen ausfällt, muss man an Dinkel, Hirse, Grünkern, Mais oder Roggensprießkorn denken. Ich habe diese Sorten zum Teil als Material zum Testen da. Brot muss man unter Umständen selbst backen. Diese Hinweise sollen hier genügen.
 
Mistelpräparate
gehören zur Herd- und Tumortherapie. Wir haben bei den Nos. 11 unterschiedliche Mistel- Wachstumsarten, die entsprechend eingesetzt werden können.
Organpräparate von Wala sind zur Unterstützung der geschwächten Organe sinnvoll und müssen in den passenden Potenzen eingesetzt werden. Dazu kann man Thymus, RES, bei den unterschiedlichen Leukämien und sonstigen Bluterkrankungen die Präparate Granulozyten, Leukozyten, Erythrozyten und/oder Thrombozyten mit verordnen. Die Organpräparate haben nur eine Wirkdauer von etwa 2 Tagen. Sie müssen also entsprechend dosiert werden. Alle getesteten Nosoden und dazu Lymphmittel und Organpräparate werden zunächst 1-mal wöchentlich s.c. injiziert. Von der 5. Injektion an erweitere ich langsam den Injektionsabstand bis zu 14 Tagen.
Hömöopathische und pflanzliche Begleitmittel
Damit der Patient in der Zwischenzeit auch noch etwas für seine Organe tun kann, erhält er 1 Leber-, 1 Nieren- und 1 Lymphmittel für alle Tage, um so die Funktion zu unterstützen.
Da die Darmflora meist gestört ist, muss eine Symbioselenkung durchgeführt w4erden. Zu diesem Zweck verwende ich meist Prosymbioflor, Symbioflor 1 und 2, oder Colibiogen.
Ernährung , Zucker
Der Darm kommt aber nur in Ordnung, wenn alle konzentrierten Kohlenhydrate gemieden werden, denn diese gären im Darm mit allen bekannten Konsequenzen. Milchsäure Gärungsprodukte in der Nahrung sind von Vorteil, sollten daher nie fehlen. Möglichst toxinfreie Kost sollte selbstverständlich sein, Verzicht auf Schweinefleisch wird empfohlen
.
Der Patient muss täglich mindestens 1½ Ltr. Flüssigkeit in From von Kräutertee oder Dauner Wasser u.a. zu sich nehmen, um die durch Nosoden freiges4etzten Toxine ausscheiden zu können, damit es zu keiner Reintoxikation kommt.
Da erfahrungsgemäß die peripheren Lymphstauungen nicht so ohne weiteres in Bewegung geraten, sind Massagen fast immer angezeigt. Ich zeige meinen Patienten wie man das selbst machen kann. überhaupt ist all das, was man selbst tun kann am wichtigsten. Es gehört zur allgemeinen Gesundheitsführung jedes Patienten dazu, dass wir ihm das erklären. Dazu gehören auch Trockenbürstungen, 2-mal täglich Wechselduschen, also früh und abends, ferner täglich Gymnastik, besonders dehnende übungen. Ich fordere meine Patienten auf, diese übungen am Boden zu machen. Er gibt nicht nach, der Patient kann nicht fallen bei Schwindel, er lernt Aufstehen, wichtig für alte Leute. Natürlich kann man auch Stuhl- oder Hocker-Gymnastik betreiben. Das Bett ist für Gymnastik aber völlig ungeeignet, weil die Matratze nachgibt.
Akupunktur mit elktromagnetischen Wellen
Kippschwingungstherapie ist zur überwindung des Angiospasums eine exzellente Sache. Ich verordne sie gern und habe wiederholt meinen Patienten angeraten, z.B. das THEKI-Gerät zu kaufen (vergleichbar Aculife – Do it yourself Akupunktur, www aculeife.de), um täglich selbst behandeln zu können. Bei der Tumortherapie zwingend nötig.
 
Es gäbe zu allen Problemen noch viel zu sagen. Doch liebe Kolleginnen und Kollegen, ich kann Ihnen nur noch einen Rat geben:
Studieren sie immer wieder in den Büchern von Herrn VOLL. Es steht zu allen Problemen unheimlich viel drin. Testen Sie sich selbst, um die Technik zu erlernen. Lassen sie dabei den grässlichen Ton eingeschaltet, damit Sie merken, wann Sie Fehler machen. Wenn der Zeiger hochschnellt, stimmt der Ansatzpunkt nicht. Gleichen Sie möglichst täglich Ihre Messwerte auf „50“ ab, weil sie so präventiv wirken. Machen Sie selbst 1 bis 2-mal jährlich eine Mesenchymreaktivierungskur. In akuten Fällen therapieren sie sich mit Nosoden. Die Akuttherapie ist überhaupt eine außerordentlich dankbare Angelegenheit. Sie werden das am Gesundheitszustand von sich, Ihrer Familie und Ihrer Patienten merken. Der Dank dafür ist Ihnen von allen Seiten sicher.
 
Literatur:
 
Hans A. NIEPER: Revolution in Technik, Medizin, Gesellschaft
Illner-Verlag, Hannover
A. PISCHINGER: Das System der Grundregulation
Haug Verlag, Heidelberg
RAUBER-KOPSCH: Lehrbuch und Atlas der Anatomie des Menschen, Bd. III, V, VI
Gg. Thieme-Verlag, Leipzig
Reinhold VOLL: Wechselbeziehungen von Odontonen und Tonsillen zu Organen,
Störfeldern und Gewebssystemen
M L Verlag, Uelzen
Kopfherde
Diagnostik und Therapie mittels Elektroakupunktur und Medikamententestung
M L Verlag, Uelzen
Wechselbeziehungen von odontogenen Herden zu Organen und Gewebssystemen
M L Verlag, Uelzen
Die Messpunkte der Elektroakupunktur nach Voll (EAV) an Händen und Füßen
M L Verlag, Uelzen

 
Internetbibliothek www.naturmednet.de mit wissenschaftlichen Studien und Patienteninfos zur EAV.
 
Zum Grundregulationssystems nach Pischinger/Heine
 
Das sympathische Axion sezerniert Noradrenalin in die extrazelluläre Flüssigkeit und modifiziert so das Milieu symathikoton. Durch Rückresorption des Noradrenalins in das Axion wird die Erregung wieder gelöscht, was auch durch enzymatische Veränderung geschehen kann.
über die parasympathische Erregung und die Durchsetzung des Acetylcholins besteht noch keine Klarheit.
Das Milieu kann durch 3 Faktoren verändert werden:
1.) durch die Zelle, 2.) die Kapillaren und 3.) die nervöse Endstrecke, wobei eine enge Verbindung zwischen Axion und Dogielzellen besteht. Wesentlich ist noch, dass man an den Axionen weder Neuriten noch Dentriten unterscheiden kann. Die Dogielzellen liegen in der extrazellulären Flüssigkeit. Diese Dogielzellen könnte man als die Synapse der vegetativen Peripherie auffassen.
 
Dr. med. Gerhard Meyer
1914 -1998

 

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