HERZRHYTHMUSSTÖRUNGEN

DR. MED. BERNHARD WEBER:
HERZRHYTHMUSSTÖRUNGEN - NATURHEILKUNDLICH BEHANDELN
Öffentlicher Vortrag vom 27. Mai 2000, Stadthalle Friedberg

Ich möchte Ihnen heute einiges über die ungewöhnlichen Diagnosemethoden, welche die Naturheilverfahren bei dem Krankheitsbild der Herzrhythmusstörungen zur Ursachenbeseitigungen anbieten, berichten.
 
Wir selbst haben 1993 begonnen, zusätzlich zu dieser Informationsarbeit auch wissenschaftliche Materialien zum Thema Naturheilverfahren zu sammeln und Studien durchzuführen, die zeigen, dass Naturheilverfahren eine Kassenleistung werden sollten, weil sie in vielen Fällen wissenschaftlich bewiesen sind.
 
1993 haben wir eine erste Arbeit über ein naturheilkundliches Diagnoseverfahren, der EAV (Elektroakupunktur nach Voll), veröffentlicht. über dieses Diagnoseverfahren - eine Kombination aus der Akupunktur der Chinesen, aus der Homöopathie und aus der Umweltmedizin, werde ich später ausführlich berichten.
Man kann über die Akupunkturpunkte enorm viele Informationen über das Innere des Menschen erhalten. Es gibt etwa 2000 Ärzte und Zahnärzte, sowie relativ viele Heilpraktiker in Deutschland, die dieses Verfahren anwenden. Allerdings hat es den Nachteil, dass es sehr zeitaufwendig ist: Wir brauchen pro Patient ein bis zwei Stunden Behandlungszeit, in der wir mit Hilfe der Elektroakupunktur u.a nach den Ursachen von Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und anderen Herzkrankheiten suchen können.
 
Um herauszufinden, inwieweit man am Akupunkturpunkt der Hand ein bestimmtes Gift im Körper entdecken kann, haben wir eine Blindstudie an Patienten mit und ohne Amalgamfüllungen im Mund durchgeführt. Drei Ärzte testeten die ihnen unbekannten Patienten mit dem EAV Diagnoseverfahren und ein Zahnarzt führte nach der Testung eine Kontrolluntersuchung durch und verglich die Ergebnisse der Testung - Patient mit Amalgam oder ohne Amalgam - mit seiner Diagnose.
Es hat sich gezeigt, dass man mit der Messung am Akupunkturpunkt mit einer Sicherheit von 92% genau ausrechnen oder messen kann, ob der Patient Amalgam belastet ist oder nicht. Wir sind daher der überzeugung, dass dieses Diagnoseverfahren als Suchmethode für Belastungen und Störfaktoren im Körper hervorragend geeignet ist.
 
Unabhängig von den Naturheilverfahren führten wir im Folgejahr eine Studie zum Thema "Amalgam und Allergien" durch.
Wir untersuchten bei fünfzehnjährigen Schülern, wieviel Amalgamfüllungen vorhanden waren und wieviel Allergien bei den jeweiligen Schülern bestanden. Es zeigte sich leider, dass schon dreißig Prozent der untersuchten Jugendlichen Allergien hatten.
Es gibt immer noch Mediziner, die behaupten, Allergien seien eine angeborene Schwäche. Das ist natürlich völlig falsch: Eine Allergie ist eine erworbene Erkrankung, die aus mehreren Belastungsfaktoren besteht, die ausgeheilt und beseitigt werden kann.
 
Wir haben damals zeigen können, dass Amalgamfüllungen Mitauslöser der heute immer mehr zunehmenden Allergien sind: Bei etwa 70 Prozent der Patienten gehen wir davon aus, dass das Amalgam als zusätzlicher Belastungsfaktor für das Immunsystem, zu den Erkrankungen geführt hat.
Durch die Studie wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen Amalgam und Allergien sehr deutlich: bei den getesteten Kindern mit höchstens zwei Amalgamfüllungen im Mund hatten etwa zehn Prozent Allergien, hingegen ca. 70 Prozent der Kinder mit acht oder mehr Amalgamfüllungen Allergien aufwiesen - ein statistisch sehr eindrucksvoller Wert, der auch von der Universität Marburg ausgerechnet wurde. Natürlich kann man einen Beweis, dass Amalgam und Allergien zusammenhängen, nur durch eine Therapiestudie erbringen, die wir inzwischen in sehr großem Umfang durchgeführt und in einem Buch veröffentlicht haben.
 
Wir hatten das Glück, dass bei uns im Hause eine chinesische Ärztin arbeitete, mit der wir in Gemeinschaftsarbeit eine Studie zum Thema "Akupunktur bei Migräne und Kopfschmerzen" durchführten. Wir konnten zeigen, dass man mit der Akupunktur - also der chinesischen Nadelakupunktur - in etwa siebzig Prozent der Fälle, Kopfschmerzen und Migräne langfristig bessern oder heilen kann.
Aber auch mit der Entgiftungstherapie, die wir mit Hilfe der Elektroakupunktur nach Voll (EAV) durchführen, konnten wir etwa siebzig Prozent dieses Krankheitsbildes beseitigen.
 
Ein anderes Krankheitsbild, das zwar noch nichts mit dem Herzen zu tun hat, aber doch viele Patienten betrifft, ist das Krankheitsbild des "Trockenen Auges": Man schätzt, dass es heute etwa zwei bis vier Millionen Betroffene gibt. Normalerweise müssen diese Patienten immer Tröpfchen nehmen, damit die Tränenflüssigkeit ersetzt wird. Leider führt diese Behandlung nicht zu einer Ausheilung des Krankheitsbildes. Bei unseren 400 Patienten, von denen wir inzwischen 375 ausgewertet haben, konnten wir vier Hauptgruppen von Belastungen finden. Es zeigte sich, dass diese Patienten fast alle - über neunzig Prozent - unter Schwermetallbelastungen litten: Besonders häufig trat Amalgam auf, unter anderem aber auch Palladium, das manchmal sogar Herzrhythmusstörungen hervorrufen kann.
 
Die Patienten wiesen aber auch Erkrankungen des Darmes auf - Erkrankungen, die sehr weit vom Auge entfernt sind, so dass der normale Augenarzt nie daran denken würde, diese im Zusammenhang mit dem Augenleiden zu untersuchen. Es zeigte sich, dass sehr viele Patienten Darmpilz-Belastungen hatten und in Zusammenhang mit diesen Darmerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
 
Wenn man das Immunsystem stärkt, indem man zum Beispiel Zinkmangel ausgleicht und dann eine sogenannte Ocoubaca-Kur durchführt, ist das Krankheitsbild "Trockenes Auge" oft heilbar. Der Patient muss also nicht lebenslang weiterhin Medikamente - also Tropfen - nehmen, sondern er kann die Krankheit wirklich ausheilen.
 
Als letztes Arbeitsgebiet, das zum allgemeinen Verständnis dem Vortrag vorangestellt werden soll, möchte ich Ihnen ein Gebiet vorstellen, mit dem wir seit Neuestem begonnen haben: Wir behandeln seit mehreren Jahren begleitend Patienten mit Tumorerkrankungen, und wir sehen, dass es einige Ursachen gibt, welche die Schulmedizin bei Tumorerkrankungen überhaupt nicht berücksichtigt - so zum Beispiel Zähne, die nicht schmerzen, aber im Wurzelbereich trotzdem stark entzündet sind.
Wir haben insgesamt fünf Hauptgruppen von Belastungen herausgearbeitet, die bei jedem Tumorpatienten bisher bei uns zu finden waren:
  1. Zahnherde (diese treten in erschreckend häufigem Maße bei Patienten auf)Wir haben aber auch andere Belastungen, die wir naturheilkundlich begleitend behandeln, wie zum Beispiel
  2. psychische Belastungen und chronische Störfelder. Chronische Störfelder sind auch bei dem Thema "Herz" von Bedeutung, da man zur Behandlung die häufig auftretenden subchronischen Infekte der Nasennebenhöhlen und der Harnwege untersuchen muss, um sämtliche Belastungen des Herzens zu verringern.
  3. Aber auch die Parasiten nach Frau Dr. Clark haben wir bisher bei jedem Tumorpatienten gefunden - eine Belastung, die man an und für sich leicht behandeln kann, allerdings muss man diese erst einmal erkennen und wissen, dass es sich um diese Parasiten handelt.
    Schulmedizinische Tests gibt es leider dafür nicht.
  4. Auf die chemischen- sowie Schwermetall -Belastungen legen wir, wie eben schon erwähnt, sehr großen Wert. Weiter stellen wir fest, dass fast alle chronisch kranken Patienten Mangelzustände an bestimmten Vitaminen und bestimmten Spurenelementen haben - vor allem zu nennen sind hierbei Zink, Selen und die B-Vitamine.
  5. Auch nicht zu vergessen sind Wasseradern, die "geopathischen Belastungen", die bisher kaum bewiesen sind. Trotzdem: Die Erfahrung der Heilpraktiker und Naturheilärzte zeigt, dass man auch bei schwer chronisch Kranken, also bei Tumorpatienten, an diese noch nicht nachgewiesenen Störfaktoren denken muss.
Als ganz neue Methode der Krebstherapie, die weit über die Begleittherapie hinausgeht, behandeln wir jetzt auch mit der sogenannten "Elektro-Carzinom-Therapie": Dabei handelt es sich um eine sanfte Anwendung von Gleichstrom, die dazu führt, dass der Tumor in Nekrose übergeht, also schrumpft. Es wird durch den Tumor ein Strom hindurch geschickt, indem man zum Beispiel auf die Lebermetastase eine Platte auflegt, oder auf das Prostata- Karzinom oder auf den Brustkrebs. Es wird dann am Computer genau getestet, wieviel Strom der Patient ohne Schmerzempfinden verträgt ( z.B. 25Volt). Dieser Strom fließt dann für etwa zwei bis drei Stunden - in meist zwei bis drei Sitzungen - durch den Patienten hindurch und leitet besonders viel Strom durch den stark übersäuerten Tumor. Der Stoffwechsel des Tumors ist im Normalfall besonders aktiv, damit er weiterwachsen und sich fortentwickeln kann.
Weil nun der Stoffwechsel in diesen zwei bis drei Stunden durch den Strom blockiert wird und weil dort auch eine gewisse Wärmetherapie anfällt, kommt es dazu, dass viele Tumorzellen in Nekrose übergehen.
Wir haben also damit eine Methode, die zusätzlich zur Operation, zur Bestrahlung und der oft nicht so erfolgreichen Chemotherapie, eine rein mechanische Auflösung der Tumoren durch Strom ermöglicht. Diese Therapie ist auch bei Hautmetastasen und vielen nicht operierbaren Tumoren erfolgreich. Lediglich bei Knochenmetastasen und bei Gehirntumoren, wo der Knochen selbst den Strom nicht so gut leitet, ist das Therapieverfahren nur eingeschränkt möglich. Wir haben gesehen, dass die Chinesen in diesem Bereich schon viel weiter sind. Die Universität Bochum beginnt gerade mit der Elektro-Carzinom-Therapie (ECT). Sie hatten einen Professor der Universität Peking eingeladen, der von 9100 Fällen berichtete - mitunter auch sehr schweren Fällen mit weit fortgeschrittenen Tumoren - die eine Gesamtbilanz von etwa siebzig Prozent Erfolgsquote aufweisen, wobei vierzig Prozent wirkliche Dauerheilungen waren, die auch nach fünf Jahren noch bestanden. Die ECT-Methode ist also besonders für fortgeschrittene Tumore und solche geeignet, die operativ nicht zugänglich sind. Wenn allerdings eine Operation möglich ist, empfehlen wir diese dem Patienten auch, weil die radikale Entfernung des Tumors, die am besten bewiesene Möglichkeit ist, einen Tumor zu heilen. Aber es gibt ja viele Fälle, wo das nicht geht. Wir verfügen in der "Naturheilkunde Tagesklinik" ebenfalls über ein ECT-Gerät und haben schon einigen unserer Patienten zu bedeutsamen Erfolgen verhelfen können - selbst bei fortgeschrittenen Tumoren.
Ich habe Ihnen zu diesem Thema ein Informationsblatt mitgebracht.
 
Ja, das war es erst mal zum Vorwort: "Was macht die Naturheilkunde Tagesklinik AG" in Marburg?". Und jetzt möchten wir zum Thema "Herz" kommen.
 
Sie wissen, dass man bei Herzrhythmusstörungen mit Hilfe eines EKGs, des Pulsfühlens, oder mit Hilfe des Herzabhörens in der Lage ist, einiges über die Herzrhythmusstörungen auszusagen. Man kann aber mit Strommessungen - auch mit EKG - selten oder nie etwas über die Ursache sagen. Und deshalb haben wir uns gefreut, dass es auch schon einiges an Literatur darüber gibt, dass man mit der Elektroakupunktur nach Voll (EAV), die wir ja als Diagnoseverfahren hauptsächlich einsetzen, sehr gute Möglichkeiten hat, nicht nur zu erfahren, dass das Herz krank ist, sondern auch, welche Ursache der Herzerkrankung zugrunde liegen. Wir sehen bei der Elektroakupunktur nach Voll, dass diese Untersuchung schmerzfrei durchgeführt werden kann. Man setzt einen Messgriffel, der ähnlich aussieht wie ein Kugelschreiber, an den Akupunkturpunkten an, um dann im ersten Schritt über die Messwerte aussagen zu können, ob eine Erkrankung an dem getestetem Organ vorliegt, oder nicht. Genauergesagt: der Herznerv, der den Rhythmus festlegt, hat einen speziellen Punkt. Dieser Punkt zeigt zum Beispiel 70 Mikroampere (oder 80 oder 50) an, und wir können anhand dieser Angabe aussagen, ob dieser Herznerv eine Störung hat, die dazu führt, dass der Patient Herzrhythmusstörungen spürt, oder nicht.
Im zweiten Durchgang können wir dann in unserem Computer spezielle Frequenzmuster einstellen, um die genauen Ursachen herauszufinden. Welcher Virus, welches Bakterium hat sich am Herzen eingenistet, welche Spurenelemente finden wir? Wir sehen auch, dass zum Beispiel Schwermetalle dort stören können - ich hatte vorhin auch schon mal von chemischen Giften gesprochen, die durchaus in der Lage sind, Herzrhythmusstörungen hervorzurufen.
Als Therapie haben wir dann natürlich die Möglichkeit, diese Schadstoffe zu vermeiden, oder, wenn es Virus- oder unterschwellige bakterielle Infekte sind, diese ganz gezielt zu behandeln.
Auch ein kranker Zahn, bzw. ein Kieferherd, ist durchaus in der Lage, eine Fernwirkung auf die Herzmuskulatur oder auf den Herznerven auszuüben und damit eine schädigende Wirkung zu entfalten, die man dem kranken Zahn, der eventuell nicht oder kaum weh tut, gar nicht zutrauen würde.
 
Wenn wir jetzt die gewöhnliche Schulmedizin betrachten, besteht die Therapie im Regelfall - weil ja nur fünf bis zehn Minuten zur Verfügung stehen, pro Patiententermin - darin, dass der Hausarzt Ihnen ein Mittel gegen die Herzrhythmusstörungen verschreibt, das Sie dann lebenslänglich einnehmen müssen, um die Symptome zu bessern oder sogar zu beseitigen, aber das ihr Leiden nicht zur Ausheilung führt. Diese Behandlungsprozedur ist exemplarisch für viele anderen Krankheiten.
Wir hören sehr häufig, dass Cortison eingesetzt wird - die Entzündung geht dann für eine kurze Zeit zurück, aber meistens kommt sie wieder, wenn das Cortison abgesetzt wird. Schmerzmittel - weiß jeder - wirken nur vier bis acht Stunden; und wenn die Patienten damit noch nicht zufriedengestellt werden können, wird eben in den großen Topf der Psychopharmaka gegriffen und Valium und ähnliche Substanzen werden verabreicht, bis der Patient ruhig gestellt ist.
Das alles sind aber nur symptomatische Behandlungen, die man nicht unbedingt als Therapie bezeichnen kann, sondern vielmehr als Milderung der Beschwerden für einen kurzen Zeitraum.
Wir vergleichen das gerne mit einem Auto, dem öl fehlt: Wenn jetzt jemand auf die Idee käme, dieses rote Warnlämpchen, das den ölmangel anzeigt, einfach zu überkleben und zu sagen: "Jetzt ist da nichts mehr zu sehen", dann wäre das genau mit dem Verhalten zu vergleichen, das die allgemeinen Schulmediziner bei den meisten Therapien - den Symptomatentherapien - an den Tag legen. Beim Auto würde jeder sagen: "Es ist doch schwachsinnig, die Lampe zuzukleben - wir müssen natürlich öl nachfüllen, die Ursache beseitigen!" - aber gerade dies wird, im übertragenem Sinnen, in der Medizin ständig getan und das führt natürlich dazu, dass Krankheiten nicht ausheilen, sondern immer mehr verfestigt werden - es kommen andere Belastungen hinzu, die dann immer schwerer zu beseitigen sind. Aber gerade die Herzrhythmusstörungen sind ein gutes Beispiel dafür, dass man die Ursachen finden und behandeln kann.
 
Zur besseren Vorstellung hier noch einmal ein Bild davon, wie diese Messung im Einzelnen durchgeführt wird:
  • Sie sehen die Hand des Patienten: Der Messgriffel ist am Punkt für die Zähne, am Daumen, angesetzt. Zum Daumen gehört auch der Akupunkturpunkt des Lymphsystems - dort können wir zum Beispiel testen, ob Kieferherde vorhanden sind, oder, ob chronische Nasennebenhöhleninfekte vorliegen.
  • Ich sehe jetzt beim zweiten Bild zwei Punkte, die zum Herzen gehören - die rot eingezeichneten Punkte im unteren Bereich des kleinen Fingers:
    Als erstes sehen Sie den Punkt, der uns anzeigt, ob eine Herzmuskelschwäche Vorliegt, oder nicht.
Wenn also der Patient zum Beispiel nur erste Symptome einer Herzschwäche hat, die der Hausarzt noch gar nicht so ernst nimmt. So z.B.: "der Patient hat leichte Unterschenkelödeme, der Patient hat nächtliches Wasserlassen, der Patient hat eine leichte Schwäche, wenn er die Treppe hochsteigt". Das würde den Hausarzt noch nicht dazu bringen, ein herzstärkendes Medikament zu geben. Wir sind in solchen Fällen der Meinung, dass die Patienten sehr davon profitieren, wenn man das Herz dann mit sanften pflanzlichen Mitteln unterstützt.
 
Sehr wichtig für das heutige Thema ist aber der Punkt des Herznervens.
Unser Herzschlag wird vom Gehirn gesteuert und es gibt einen speziellen Nerv, der den Namen "plexus cardiacus" trägt. Dies ist also ein Nerv, der vom Gehirn über das Herz zu den einzelnen Zellen führt. Hierfür gibt es einen speziellen Messpunkt - insgesamt kennen wir in der Elektroakupunktur insgesamt 1200 Messpunkte, wir können also jedes Organ sehr genau untersuchen. Am Herzen zum Beispiel gibt es für jede unserer vier Herzklappen auch einen einzelnen Messpunkt, und diese Punkte sind sehr spezifisch.
Gerade zu Anfang, als ich die EAV zu erlernen begann, kam ein Student zu mir und sagte: "Ich habe einen Herzklappenfehler, man sieht mir nichts an und man kann das auch nur schlecht hören. Sie müssen mal rauskriegen, welche Herzklappe das ist". Es war ein Mitralklappenfehler, und man konnte, wenn man diese vier Punkte gemessen hatte, ganz genau unterscheiden:
Die anderen Punkte waren normal - dieser Herzklappenpunkt für die Mitralklappe hat ganz deutlich angesprochen. Diese Punkte sind also sehr spezifisch und genau.
 
Es gibt inzwischen neun Universitäten, die insgesamt vierzig Arbeiten zum Thema "Elektroakupunktur" veröffentlicht haben und gezeigt haben, dass dieses Verfahren sehr gut für die Krankheitsdiagnose und -erkennung geeignet ist.
 
An diesem "plexus cardiacus" können wir also sehen, ob eine Störung vorliegt - wir erkennen es natürlich auch am Puls: Wenn der "plexus cardiacus" völlig gestört ist, führt das dazu, dass der Puls stark verlangsamt ist. Das Herz hört zwar nicht auf zu schlagen, wenn unser Nervensystem durch eine Vergiftung oder durch einen Infekt unterbrochen ist , aber es schlägt sehr schwach - manche Patienten haben dann nur einen Puls von 40 - und das führt zu sehr starker Schwächung und körperlicher Belastung: Die Patienten müssen sich hinlegen. Ich hatte einige Patienten, die zum Beispiel durch eine "Toluol- Vergiftung" - also eine Vergiftung mit chemischen Substanzen, die bei ölfarben auftreten können, erkrankt waren.
Die Herzfrequenz, die vom "plexus cardiacus" weitergeleitet wird, also vom Gehirn kommt, beträgt meistens zwischen 60 und 80. Es gibt leider aber auch Patienten, die ständig hohe Pulswerte, also über 100 - das ist auf jeden Fall pathologisch -, oder verschiedene Formen von Unregelmäßigkeiten beim Herzrhythmus haben.
Man kann allerdings an diesem Punkt kein EKG messen - die Typisierung der Herzrhythmusstörung ist natürlich sinnvollerweise durch ein EKG durchzuführen, aber hier an diesem Punkt kann man messen, welche Auffälligkeiten vorhanden sind.
Man kann zum Beispiel die verschiedenen Störfaktoren, die für eine Herzrhythmusstörung verantwortlich sein können, durchmessen.
Ein Störfaktor, der am Anfang steht und der in seinem Regelkreis den Herzrhythmus sehr stark angreift, sind die "Streptococcen", die als Toxin 1 bezeichnet werden. "Streptococcen" sind Bakterien, die in der Lage sind, das Herz zu schädigen und Rheuma hervorzurufen - wir finden diese bei fast allen Rheumapatienten. Diese "Streptococcen" verursachen ebenfalls Erkrankungen der Niere, die oftmals latent verborgen sind, so dass der Patient wenige Krankheitssymptome, aber trotzdem schon einen Bluthochdruck hat.
In der Schulmedizin sagt man, Bluthochdruck sei zu 15% oder zu 10% durch Nierenerkrankungen hervorgerufen. Wenn wir nun die unterschwelligen kleinen Nierenbelastungen durch "Streptococcen" und andere Bakterien dazu nehmen, glauben wir, dass etwa 80% der Bluthochdruckpatienten solche chronischen "Streptococcen-Infekte" im Körper haben. Auch wenn man Antibiotika einsetzt, verschwinden diese "Streptococcen" leider in den seltensten Fällen komplett. Sie sitzen vor allem in den Nasennebenhöhlen - die Nasennebenhöhlen enthalten innen eine kleine Schleimschicht oder gar einen Schleimpfropf, und wenn das Antibiotikum eingenommen wird, wird zwar die Wand dieser Nasennebenhöhle sehr gut entgiftet von diesen Bakterien, aber in der Schleimschicht überleben diese "Streptococcen", und vierzehn Tage später geben sie wieder ihre Gifte ab. Die "Streptococcen" gehen nicht direkt zum Herz, sie gehen auch nicht direkt zum Gelenkknorpel und verursachen dort Beschwerden, sondern sie zerfallen und geben dann bestimmte Toxine ab. Man findet zum Scharlach: Wenn ein Scharlachkind behandelt wird, und der Bruder infiziert sich ebenfalls mit Scharlach und bekommt die ersten Halssymptome, erhält es umgehend Antibiotika. Die Folge ist: Der Halsinfekt ist nach einem Tag weg, aber vierzehn Tage später kann diese Hautrötung, wie sie beim Scharlach typisch ist, trotzdem auftreten.
"Streptococcen" sind bei Herzrhythmusstörungen die zweithäufigste Ursache für eine Belastung.
 
Die häufigste Belastung, die wir bei Erkrankung des Herznervens finden, ist dieser Toxin 2, der "Coxsackie-Virus". Bei diesen "Coxsackie-Viren" handelt es sich um Grippeviren.
Es gibt über zehn verschieden Unterarten. Den Virus, den wir am häufigsten finden, ist der "Coxsackie-Virus" D4. Und wir haben auch schon einige Fälle gehabt, bei denen im Labor nachweisbar wirklich Antikörper auf diese "Coxsackie-Viren" bestätigt werden konnten.
Es gibt aber auch Patienten, die keine Antikörper auf diese "Coxsackie-Viren" bilden können und die deshalb im Bluttest als nicht "Coxsackie-Viren"-belastet gelten.
 
Wenn wir jetzt "Streptococcen" oder "Coxsackie-Viren" feststellen, wissen wir ja - wie bereits oben erläutert - , dass bei "Streptococcen" das Antibiotikum nicht hilft. Bei Viren gibt es im Prinzip keine schulmedizinische Therapie - abgesehen von der sehr teuren Interferon-Therapie. Diese kostet pro Woche ~ 400 und wird nur bei sehr schweren Erkrankungen wie "Multipler Sklerose" oder einer Erkrankung durch "Hepatitis C" eingesetzt - bei Herzkrankheiten wäre das völlig unüblich.
 
Zum Glück gibt es eine sehr gezielte Methode, auch diese Herzerkrankungen zu behandeln, indem wir nämlich eine homöopathische Therapie, eine homöopathische Impfung durchführen. Da eine Impfung normalerweise vor der Erkrankung durchgeführt wird, nennt sich diese Behandlungsart auch nicht Impfung, sondern "Nosoden-Therapie". Hierbei wird zum Beispiel von dem "Streptococcus" eine Verdünnung 1 : 10.000 hergestellt - von einer Firma, die dazu sämtliche Viren und Bakterien anbietet - , und diese "Streptococcen" werden dann dem Patienten in Tablettenform - nicht wie bei der Impfung als Injektion - täglich über einen längeren Zeitraum hinweg zugeführt (meistens sechs bis zwölf Wochen, manchmal auch noch länger). Man kann damit erreichen, dass das Immunsystem genau gegen dieses Bakterium oder genau gegen diesen Virus Antikörper bildet, dass also die Selbstheilung des Körpers aktiviert wird und der Körper aus eigener Kraft diese Gifte beseitigen kann.
 
Weitere Störfaktoren, die wir am Herzen etwas seltener finden, sind chemische Belastungen wie Holzschutzmittel, Weichmacher aus Kunststoffen und in wenigen Fällen Narbenfelder.
 
Natürlich finden wir bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen auch psychische Belastungen. Die sind aber meistens nicht der einzige Faktor - entgegen dem Denken vieler Patienten, die glauben, ihre Herzrhythmusstörungen seien ausschließlich durch Stresssituationen bedingt.
Oft finden wir beim chronisch kranken Patienten zehn bis fünfzehn kleine Belastungen, die dann insgesamt zu diesem chronischen Krankheitsbild führen.
 
Von den oben genannten Hauptfaktoren, die am Herzen - insbesondere am Herznerven - stören, möchte ich hier auf einige noch einmal vertiefender eingehen:
 
Da haben wir also einmal den Coxsackie-Virus D4, einen Virus, der an und für sich bei einer normalen Grippe auftritt. Wenn jemand zum Beispiel kein Fieber bekommt und sich die Grippe um ca. zwei bis drei Wochen hinzieht, besteht immer die Gefahr, dass ein möglicher Infekt chronisch wird und, nicht richtig ausgeheilt, noch zehn Jahre später als Virus messbar ist.
Sie wissen vielleicht, dass Herpes-Patienten unter Umständen über 30 Jahre hinweg immer wieder Herpes-Bläschen bekommen können - das ist nicht etwa immer eine neue Infektion, sondern diese Patienten haben im Nervensystem stets diese Herpes-Viren vorrätig.
Und genauso ist dies auch bei anderen Viren möglich. Man kennt dies auch zum Beispiel von den Salmonellen: Es gibt Patienten, die keine Darmsymptome, also keinen Durchfall haben, die aber trotzdem in der Gallenblase bis zu 30 Jahre lang Salmonellen haben - diese Personen dürfen dann zum Beispiel nicht im Lebensmittelbetrieb arbeiten und werden ständig kontrolliert. Schulmedizinisch gibt es keine Möglichkeit, diese Salmonellen zu beseitigen.
Mit Hilfe dieser "Nosoden-Therapie", also der homöopathischen Impfung, gelingt es hingegen sehr häufig. Wir haben etwa 200 Patienten mit Herzrhythmusstörungen behandelt, die nur zu oft wegen ganz anderer Gründe zu uns gekommen waren. Nach positiver EAV-Diagnose erhielten diese Patienten die "Nosoden-Therapie" und über 90% der Fälle konnten mit dieser Hilfe ausgeheilt werden - selbst Patienten, die vorher schon fünf oder sogar zehn Jahre Herzrhythmusstörungen hatten.
 
Wenn sich ein Virus an den speziellen Herznerven "plexus cardiacus" festsetzt und der Patient nicht therapiert wird, kann der Virus dort einen Dauerschaden anrichten. Es gibt in diesem Zusammenhang noch ein spezielles organstärkendes Medikament von der Firma Wala, das auch den Namen des Nervens "Plexus cardiacus" trägt. In einer homöopathischen Dosierung DLD5 von der Firma Wala wird das von uns sehr häufig eingesetzt, um eine Stärkung dieses Nervens zusätzlich zu erreichen.
 
Der zweithäufigste Virus, den wir bei erkrankten Personen finden, ist der "Herpes-Simplex-Virus", der nicht nur an der Lippe stören kann. Wir hatten Patienten, die durch den "Herpes-Simplex" an chronischer Hornhautentzündung litten., oder solche, die eine Gehirnentzündung hatten, die man im CT-Bild, also im Röntgenschichtbild des Kopfes, sehen konnte. In letztgenanntem Fall musste der Patient auf der Intensivstation durchuntersucht werden. Man fand nur diesen Herpes, allerdings in hohen Konzentrationen. Also auch dieser "Herpes-Simplex-Virus" ist bei manchen Patienten viel gefährlicher als man gewöhnlich glaubt - die meisten Betroffenen haben es zum Glück nur als lästige Herpes-Lippenerkrankung.
 
Der "Eppstein-Barr-Virus" ist ein Virus, der entfernt auch zur Herpes-Gruppe gehört.
Es gehen immer wieder Meldungen durch die Presse, dass einige Sportler dieses Pfeiffer'sche Drüsenfieber über Jahre hinweg haben: Ein Fußballer von 1860 München zum Beispiel ist zwei Jahre lang nicht mehr in der Lage gewesen zu trainieren. D.h. auch hier kann ein chronischer Virus, der vor allem die Leber belastet, in manchen Fällen auch das Herz stören - auch in diesem Fall müssen wir diese homöopathische Impfung, die "Nosoden-Therapie", durchführen, um den Virenbefall einzudämmen bzw. auszuheilen.
 
Von Seiten der Bakterien tritt am häufigsten der "Streptococcus haemolyticus" auf, der, wie bereits angesprochen, vor allem in der Nasennebenhöhle oder der Niere chronisch sitzen kann. Als zweithäufigstes Bakterium, dass wir eher bei Patienten, die die Nachkriegszeit noch erlebt haben, finden, ist die "Dyphterie".
Nach dem Krieg gab es ja durchaus noch Dyphteriefälle - heute ist die Krankheit zum Glück durch die regelmäßige Impfung ausgestorben. Die Impfung selbst kann auch den Organismus stören, macht aber aus unserer Erfahrung meist keine so starke Belastung aus, dass dadurch Herzrhythmusstörungen hervorgerufen werden könnten, es kann aber das Immunsystem insgesamt etwas gestört werden. Bei Patienten allerdings, die nach dem Krieg eine Dyphterie durchgemacht haben, können wir sehr häufig messen, dass ein kleiner Herzfehler übriggeblieben ist. Damals wurde dann auch den Patienten sehr oft gesagt: "Sie dürfen jetzt nicht am Schulsport teilnehmen", "Sie müssen sich schonen", und trotzdem können nach vierzig, fünfzig Jahren plötzlich wieder Symptome auftreten. In solchem Falle bewirkt also einer dieser zehn Faktoren, die den Herznerven stören, plötzlich eine kleine Belastung zusammen mit der in früheren Zeiten durchgemachten Dyphterie-Erkrankung.
Zur Therapie, bzw. als Begleittherapie zu den Nosoden, setzen wir dann natürlich eine ganze Reihe von Medikamenten ein.
Wir finden bei relativ vielen Patienten einen Magnesiummangel vor; die Hälfte davon weiß auch, dass sie oft oder gelegentlich nächtliche Wadenkrämpfe hat (das wäre ein Indiz für Magnesiummangel).
Sehr häufig setzen wir, gerade, wenn eine gewisse Herzschwäche vorliegt, "Strophantin" ein. "Strophantin" wurde in der Schulmedizin früher ebenfalls eingesetzt, ist aber inzwischen durch das "Digitalis" verdrängt worden. "Strophantin" hat aber aus naturheilkundlicher Sicht oftmals wesentliche Vorteile.
Wir setzen auch sehr häufig den "Weißdorn" (Crategus) ein, der dann entweder in pflanzlicher Form oder in homöopathischer Verdünnung eingesetzt wird. Auch bei den Herzpatienten testen wir nach, ob die Patienten übersäuert sind. Meistens lohnt sich die Entsäuerungstherapie besonders bei Schmerzen und Verspannungen, aber auch im Herzen kann es sein, dass eine Entsäuerungstherapie sinnvoll ist. Wir setzen da Entsäuerungssalze wie "Alkala" oder "Bullrich-Vital" ein und lassen den Patienten selbst messen, ob er hinreichend entsäuert ist. Ein Teil der Patienten profitiert sehr stark von dieser Therapie. Der ph-Wert des Morgenurins sollte insgesamt 7,4 betragen (wie der ph-Wert des Blutes).
 
(auf Frage aus dem Auditorium): "Borrelien" sind besonders zähe Infektionen, bei denen selbst wiederholte Antibiotikagaben oftmals nicht zur völligen Ausheilung führen. "Borrelien" testen wir auch bei manchen Patienten, deren Gelenke oder das Nervensystem gestört ist, aber es gibt sicherlich auch Patienten, bei denen der Herznerv durch "Borrelien" belastet ist.
Auch für diese "Borrelien" gibt es solch eine "Nosoden-Therapie", also eine homöopathische Impfung. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass man diese Therapie bei "Borrelien" oft wiederholen muss. Diese Erfahrung hat gezeigt, dass "Borrelien" nicht nur mit Antibiotika schwer zugänglich sind, sondern sie gehören auch zu den wenigen Infektionen, bei denen die "Nosoden-Therapie" leider oft wiederholt werden muss, um Erfolge zu erzielen - auf Dauer bekommt man aber eine Besserung zustande, und im folgenden kann man langsam auch sehen, wie der Tita der "Borrelien" absinkt. Dieser "Borrelien"-Fall ist allerdings - um kein falsches Bild von der Wirkungskraft der "Nosoden-Therapie" hervorzurufen - einer der schwersten. Auch für Hepatitis C gibt es solche Nosoden, unsere Patienten haben aber bei diesen Nosoden noch nicht so optimal angesprochen, wie wir das gerne hätten.
 
Wir wissen aus Erfahrung, dass natürlich auch der herzkranke Patient eine ganze Reihe von anderen Erkrankungen haben kann: Der Darm kann krank sein, oder es können Gelenkerkrankungen vorhanden sein; in solchen Fällen würden wir zusätzlich versuchen, das Immunsystem insgesamt zu entlasten und mit Hilfe der zweistündigen Untersuchung durch "Elektroakupunktur nach Voll" (EAV) möglichst alle Belastungsfaktoren, die sich im Laufe eines Lebens angesammelt haben, zu beseitigen.
 
Sehr wichtig - ich hatte es schon erwähnt - sind die orthemolekularen Substanzen, d.h. bei vielen Patienten fehlen Zink und Selen unter den Spurenelementen.
Das Zink hat inzwischen auch die Zulassung: Man darf es - und die meisten Firmen machen das bereits- mit dem Zusatz "Zur Stärkung des Immunsystems" etikettieren. Ein "Coxsackie-Virus-Infekt" am Herzen, der den Herznerv reizt, oder ein "Streptococcen-Infekt", dessen Toxine das Herz belasten, sind natürlich auch Zeichen dafür, dass das Immunsystem geschwächt ist - und als Begleiterscheinung finden wir sehr häufig Zinkmangel.
 
Wir geben dann die dreifache Menge des Tagesbedarfs, und das oft über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten, um den oftmals erheblichen Mangel an Zink ausgleichen zu können. Das Zink ist neben dem Eisen das zweithäufigste Metall im Körper: An Eisen haben wir etwa vier bis fünf Gramm, an Zink zwei bis drei Gramm.
Daher ist es verständlich, dass sehr viel von diesem Zink benötigt wird.
 
Zum anderen stellen wir auch bei den Erkrankungen des Nervensystems insgesamt, aber auch des Herznervens, fest, dass sehr häufig B-Vitamine fehlen. Etwa 30% unserer Patienten haben einen Mangel an B-Vitaminen. Patienten, die neurologische Erkrankungen wie: chronische Nervosität und Infektionen am Nervensystem haben, oder solche, die gar an Multipler Sklerose leiden (zu dem Thema haben wir ein eigenes Informationsblatt und auch eine ganze Informationsmappe) sind fast immer von diesem B-Vitamin-Mangel betroffen.
Es reicht dann leider nicht aus, mehr B-Vitamine durch die Nahrung zu sich zu nehmen.
Man müsste zum Beispiel zehnmal soviel Brot essen, was schwierig möglich und auch für die Linie schlecht wäre. Betroffenen Patienten geben wir dann etwa die zehnfache Menge des Tagesbedarfs eines Gesunden, und das auch über sechs bis zwölf Monate, um diese Vitamin B- Mangelzustände auszugleichen.
 
Auch die Schulmedizin hat inzwischen entdeckt, dass Vitamin B- Mangelzustände zu Krankheiten führen. Man kann seit einigen Jahren eine Substanz im Körper messen, die den Namen "Homocystein" trägt (vergleichbar mit dem Cholesterin). Man geht inzwischen davon aus, dass dieses "Homocystein", das vom Körper selbst gebildet, aber bei manchen Menschen nicht weiterverarbeitet wird, sich im Körper, wie das Cholesterin, ansammeln kann und dies in etwa 30% der Fälle von Arteriosklerose die Hauptursache für Gefäßverengung darstellt.
Durch Verabreichung von Vitamin B und der Folsäure, die zu dieser Gruppe dazugehört, kann man die Arteriosklerose, die Gefäßverkalkungen, auch wieder rückgängig machen. Wir glauben, dass diese spezielle Versorgung auch ein Teil des Erfolges ausmacht, den wir am Nervensystem haben, wenn wir so häufig und so lange diese B-Komplexe geben.
 
(auf Fragen aus dem Auditorium):
Ja, wir geben alle sechs B-Vitamine. Bei unseren Messungen am Akupunkturpunkt können wir einzeln ausmessen, welche stören und wir geben gerne B 1, 2, 3, 5, 6 und 12. Bei dem Medikament, das von der Schulmedizin eingesetzt wird, ist es - glaube ich - B 1 und B 6. Aber da die Messungen fast immer den kompletten Mangel ergeben, geben wir nicht nur "Vitasprint" mit B 12 oder ein Präparat, das nur B 1 und B 6 beinhält - weil es sich dann dabei nur um eine Teilhilfe für den Körper handeln würde.
Nichtsdestotrotz kann der Körper natürlich auch von einer teilweisen Zugabe gut profitieren. Wenn jemand z.B. eine Altersdepression oder stete Müdigkeit hat und erhält "Vitasprint", so haben schon viele Patienten berichtet, dass diese Vitamin B 12- Gabe ihren Zustand gebessert hätten - besser und sinnvoller wäre es trotzdem, alle genannten B-Vitamine vollständig und auf einmal zu geben. Amerikanische Präparate sind im übrigen besonders preiswert und durchaus über mehrere Monate hinweg gut verträglich.
 
Jetzt zu den pflanzlichen Medikamenten: Wir stellen bei vielen unserer Patienten, auch bei den Herzpatienten, fest, dass die Entgiftungsorgane, also die Niere, die Leber und der Darm, chronisch krank sind.
Dann setzen wir gerne pflanzliche Medikamente wie zum Beispiel das Multiplasan ein, in dem bereits 15 verschiedene Kräuter eingemischt sind und das die Leber-, sowie die Nierenentgiftung dadurch enorm aktiviert.
Diese Pflanzenmittel werden meistens über zwei bis drei Monate - also über einen eher begrenzten Zeitraum hinweg - eingenommen, da sie relativ schnell erschöpfen.
 
Wir haben insgesamt nur wenige Medikamente, die wir als Dauermedikament geben. Bei Zink und Vitamin B wird es manchmal etwas länger, aber dann geschieht dies meistens im Sinne einer Kur: Der Patient braucht das Präparat über eine kurze oder eine gewisse Zeit, aber dann ist an und für sich dieses Medikament nicht mehr notwendig. Bei den Herzmitteln wie zum Beispiel dem Weißdorn oder dem Strophantus, kann es auch vorkommen, dass der Herzmuskel wirklich einfach erschöpft und nicht mehr so leistungsfähig ist und wir deshalb zur Unterstützung und Anregung des Herzens eine Dauertherapie mit Strophantin, Weißdorn oder Magnesium durchführen.
Wir geben dann auch sehr viele homöopathische Mittel: Gerade, wenn die pflanzlichen Mittel einmal durchprobiert worden sind und erste Erschöpfungssymptome zeigen (ihre Wirksamkeit also nachlässt), geben wir sehr häufig homöopathischen Herzmittel, wie zum Beispiel Strophantin in D4 oder Crategus in D4. Wir testen hierbei die genaue Stärke aus.
Wir können also am Elektroakupunkturpunkt auch messen, welche Stärke eines Medikamentes der Patient konkret benötigt.
Die gezielteste Waffe, die ich Ihnen bereits vorgestellt hatte, sind die Nosoden, die wie ein homöopathischer Impfstoff gegen die Erreger, die durch den Befall des Herznervens eine Herzrhythmusstörung bewirken, vorgehen.
 
Es gibt außerdem die sogenannten Organpräparate - Sie kennen vielleicht die Thymuspräparate oder die Frischzellpräparate. Die Frischzelltherapie war ja für einige Jahre verboten - einige Therapeuten haben diese dann umbenannt in "Organotherapie" und weitergeführt. Besonders beim schwerkranken Patienten ist diese Therapie eine außergewöhnlich gute Möglichkeit, das Immunsystem zu stärken, und wenn der Therapeut keinen Unsinn macht und einem Patienten, der schon einmal allergisch auf diese Präparate reagiert hat, wieder und wieder diese Therapie zu Gemüte führt, bis er letztlich daran stirbt, dann ist es auch eine sehr gut verträgliche Methode.
Es gab leider ein bis zwei solcher Fälle, bei denen die Frischzelltherapie angeblich zum Tode geführt haben soll. Dieser Tatbestand wäre selbstverständlich Grund genug von einer solchen Therapie ernsthaft Abstand zu nehmen, bzw. sie zu verbieten oder Einschränkungen im Gebrauch zu erlassen, aber in den beiden eben genannten Fällen waren Ansätze von Missbrauch für den schlimmen Ausgang verantwortlich - und solche Fälle gibt es natürlich immer und können niemals ganz ausgeschlossen werden.
 
Da oftmals mehrere Faktoren zusammen ein Krankheitsbild hervorrufen und nicht ein einzelner, gilt es an dieser Stelle die biologische Zahnmedizin sowie die Darmsanierung kurz anzusprechen. Denn, um das wiederholt zu betonen, Zahnherde können, trotzdem sie augenscheinlich keine Schmerzen bereiten, entzündet sein und damit zu einer Belastung für den Organismus werden. Auch der Darm, der etwa 60 - 80% Anteil an unserem Immunsystem hat, ist für unsere Gesundheit sehr wichtig - deswegen empfiehlt es sich auch hier den Zustand des Darmes regelmäßig überprüfen zu lassen und eine eventuelle Darmsanierung einzuleiten.
 
Zu guter Letzt noch einige Zahlen. Was bringt denn so eine Therapie?:
Wir haben eine sehr große Auswertung gemacht: Welche Krankheiten lassen sich natur-heilkundlich zu etwa welchem Prozentsatz behandeln? Es hat sich gezeigt, dass wir bei den chronischen Infekten etwa 70% ausheilen können und dass wir bei den Allergien etwa 60-70% schon nach drei bis sechs Monaten wesentlich verbessern oder vollständig ausheilen können.
Bei unserem heutigen Thema, dem unregelmäßigen Herzschlag, wie es hier genannt wird - also den Herzrhythmusstörungen - haben wir nach drei bis sechs Monaten erst eine Therapie-Erfolgsquote von "nur" 62% gehabt. Das hängt damit zusammen, dass recht kurzzeitig nachuntersucht wurde. Man muss aber mit einer Therapiedauer von etwa sechs bis neun Monaten rechnen - die Erfolgszahlen steigen dann auf etwa 80% an. Man kann also in etwa 80% der Fälle nach sechs bis neun Monaten damit rechnen, dass eine Herzrhythmusstörung wirklich dauerhaft ausgeheilt ist.
 
Ja, das waren die wesentlichen Punkte, die ich Ihnen zu diesen Themen vorstellen wollte. Wenn Sie noch Fragen haben, dürfen Sie gerne jetzt fragen.
 
(Frage aus dem Auditorium: "Besteht die Möglichkeit bei Ihrer Behandlung, dass man von einem Betablocker, den man schon Jahre nimmt, loskommen kann?"):
Ja, die Frage war, ob Betablocker etwa abgesetzt werden können: Wir haben recht viele Patienten, bei denen das gelingt. Wir machen das natürlich sehr schonend, d.h., es wird über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen vorbehandelt, und dann kann man versuchen, die Einnahme des Medikamentes zu halbieren oder etwas zu reduzieren, und man hat damit die Möglichkeit, in vielen Fällen Betablocker abzusetzen.
( ... )

Mit freundlichen Grüßen



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